Lucy’s Experience

My name is Lucy and I’m from Germany. I’m 18 years old and live with my family in Sommerhausen, a little village near Würzburg in Franconia/Bavaria. My parents keep a nursery there, called “Rebschule Steinmann” which is where I am working for my holidays.

It was founded in 1947 by my grandfather Kaspar Steinmann and was handed down to my mother Petra Steinmann-Gronau in 1997. It is one of the most modern companies of its kind in Europe. We cultivate vines for vineyards as well as table grapes for individual customers for the house and garden.

In the 1960’s my grandfather began to pick out and observe vines which stood out in desired attributes and finally registered them in the Bundessortenamt (Federal Office of Plant Varieties). After this he took on an active role on the preservation and improvement of existing varieties.

Alongside the field-grown grapevines, my parents also produce rootstocks from which the actual variety is grafted. As the healthy propagation in the production of vines is decisive for the longevity of the vineyards, we established an in vitro laboratory for the vine propagation at home. There, we have the possibility to propagate plants in sterile conditions without the risk of diseases.

I just graduated from school, I had some spare time and I decided to come to Biddenden Vineyards to gain some experiences abroad. It was a good opportunity to improve my language skills and to get to know the work in a vineyard. So when I arrived after a long journey, I was glad to see my new home for the next four weeks was a lovely self-contained flat, called ‘The Loft’. It is situated directly above the Barnes’ family home with a great view over the vineyard from the balcony.

The next day I got a first impression of the business and the staff. I got involved in many different activities like helping in the office or the shop, picking grapes in the harvest and working with the bottling machine. I soon felt settled and welcomed because of the open-mindedness and kindness of the staff members and the Barnes family. There was never a dull moment as there always plenty of things to do

As the Vineyard is represented at many shows in and around Kent, I had the opportunity to join one on my first weekend. A Camel Race took place at Rolvenden, so I went there to have a look around. However, I soon realised just how busy a day like this could be as a long line started to gather in front of our stand. I soon got involved in selling wines, ciders and juices!

Also at Speciality Fine Food Fair in London, which is a big trade food show, I stayed for two days and helped out with free tastings and gained a lot of experiences in talking about the products. I also got an impression of a typical Kentish Ploughing Match and visited the Hastings Seafood Festival where you could also find our stand with wines and ciders.

Finally I can say, coming here was definitely a good decision, because I learned a lot about the vineyard and I had some great work experience. Besides, it was a really nice atmosphere and it’s always worth a visit even if it is just having a walk around the vineyard or doing some free tastings!


Biddenden Vineyard ist das älteste kommerzielle Weingut in Kent, das 1969 von der Familie Barnes für die Wein- und Ciderproduktion gegründet wurde. Die Weinberge, die 23 Acres (ca 9 Hektar) umfassen, liegen an einem Südhang in einem seichten, wingeschützten Tal, ca 1,2 Meilen von dem reizenden Ort Biddenden in der Region Weald in Kent entfernt. Das Sortiment umfasst elf verschiedene Traubensorten, aus denen Rot- und Weißweine, sowie Rosé und Qualitätssekt hergestellt werden. Außerdem werden seit über 20 Jahren traditionelle kentishe Ciders und selbst gepresster Apfel- und Birnensaft produziert.

Das Weingut ist jeden Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Von Januar bis Februar ist sonntags geschlossen und ab 12 Uhr am 24. Dezember und 1. Januar.

Vorraus gebucht werden und beginnt immer um 10 Uhr. Wenn Sie bereits um 9.45 Uhr erscheinen, bekommen Sie vor der Tour noch einen gratis Kaffee. Natürlich können Sie auch auf einen spontanen Besuch vorbeikommen und einen Spaziergang durch die Weinberge machen. Dazu gibt es markierte Routen, bei der die verschiedenen Rebsorten erklärt werden. Anschließend können Sie sich zu einer Tasse Tee oder Kaffee im Café und Hofladen niederlassen, wo es ausschließlich regionale Produkte zu kaufen gibt und alle Weine, Cider, und Säfte verkostet werden können.

Mein Name ist Lucy und ich komme aus Deutschland. Ich bin 18 Jahre alt und wohne in Sommerhausen, einem kleinen Weinort in der Nähe von Würzburg in Franken/Bayern. Meine Eltern besitzen eine Rebschule, in der ich in den Ferien arbeite.

Die “Rebschule Steinmann” wurde bereits 1947 von meinem Großvater Kaspar Steinmann gegründet und 1997 an meine Mutter Petra Steinmann-Gronau übergeben. Heute gehört sie zu einem der modernsten Betriebe seiner Art in Europa. Wir produzieren sowohl Ertragsreben für Winzer, als auch Tafeltrauben für Haus und Garten. Bereits in den 60iger Jahren begann mein Großvater positiv auffallende Rebstöcke auszulesen, zu beobachten und schließlich beim Bundessortenamt als Klon eintragen zu lassen. Damit hat er sich schon damals aktiv um die Erhaltung und Verbesserung vorhandener Sorten gekümmert. Neben den Ertragsrebsorten ist mein Elternbetrieb auch in der Unterlagenproduktion aktiv, das ist der Wurzelstock, auf dem der Sortenträger – das Edelreis- aufgepfropft wird. Da die gesunde Vermehrung in der Rebenproduktion entscheidend für die Langlebigkeit der Weinberge ist, haben wir zu Hause ein in vitro Labor für Rebenvermehrung etabliert, in dem Pflanzen unter sterilen Bedingungen frei von Krankheiten vermehrt werden können.

Mein Großvater Kaspar hat nicht nur sehr viele verschieden Rebsorten veredelt, sondern diese auch im eigenen Weingut angebaut, um die wertvollen Erfahrungen an Kunden weitergeben zu können. So erkannte er auch den Wert, der 1948 in Würzburg von Prof. Dr. Breider aus Müller-Thurgau x Siegerrebe gekreuzten Sorte für das englische Weinbauklima. Heute wird Ortega hauptsächlich in Südengland angebaut. Da Biddenden Vineyards über die Hälfte seiner Fläche mit Ortega bepflanzt hat, lernten wir die Familie Barnes und das Weingut kennen.

Vor wenigen Monaten absolvierte ich mein Abitur und hatte somit einige freie Zeit zur Verfügung, weshalb ich mich entschlossen habe, nach Biddenden zu gehen, um etwas Erfahrung im Ausland zu sammeln. Das war eine gute Gelegenheit um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und die Arbeit in einem Weingut kennenzulernen. Als ich nach einer ziemlich langen Fahrt ankam, war ich froh zu sehen, dass mein neues Zuhause für die nächsten vier Wochen eine gemütliche Wohnung war, die “das Loft” genannt wird. Diese befindet sich direkt über dem Haus der Familie Barnes und hat eine tolle Aussicht auf die Weinberge.

Am nächsten Tag bekam ich gleich einen ersten Eindruck von der Arbeit und den Mitarbeitern. Ich wurde in viele verschiedene Aktivitäten miteinbezogen, wie zum Beispiel im Büro oder Hofladen aushelfen, bei der Weinlese und an der Abfüllmaschine mitarbeiten. So wurde es nie langweilig, weil es immer einiges zu tun gab und ich fühlte mich schnell wohl, da sowohl die Mitarbeiter als auch die Familie Barnes sehr aufgeschlossen und freundlich sind.

Das Weingut ist auf vielen Veranstaltungen in Kent und seiner Umgebung vertreten. Gleich an meinem ersten Wochenende fand ein Kamelrennen in Rolvenden statt. Ich ging dorthin, um mich etwas umzuschauen, merkte aber schnell, dass so ein Tag ziemlich geschäftig sein kann. Als sich eine lange Schlange vor unserem Stand ansammelte, musste ich gleich mitanpacken und verkaufte Wein, Cider und Saft. Außerdem schenkte ich kostenlose Kostproben aus, genauso wie in London auf der „Speciality“, einer großen Feinkostmesse, wo ich zwei Tage lang Übung darin bekam, Kunden über die Produkte zu informieren. Ich bekam desweiteren einen Einblick in ein typisch kentishes „Ploughing Match“ (ein Wettbewerb mit den neusten Maschinen zum Pflügen, sowie traditionnellen Pferdepflügen) und besuchte ein nettes Fest mit zahlreichen Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, das „Hastings Seafood Festival“, wo ebenfalls ein Stand mit den Produkten des Weinguts zu finden war.

Abschließend kann ich sagen, dass es definitiv eine gute Entscheidung war hierher zu kommen, weil ich wirklich viel über das Weingut gelernt und Arbeitserfahrung gesammelt habe. Außerdem war die Atmosphäre sehr angenehm und es ist auf jeden Fall wert, dem Weingut einen Besuch abzustatten, sei es um einen Spaziergang durch die Weinberge um das Weingut herum zu machen oder an einer kostenlosen Weinprobe teilzunehmen.

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